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Verfahren & Methodik

Erfassung und Speicherung von Preisdaten  

Berechnung der Referenzpreise

Gutachterausschuss


Erfassung und Speicherung von Preisdaten

Verfahren zur Erfassung und Speicherung von Preisdaten

The Steel Index kooperiert mit einer Reihe von Unternehmen, die bereit sind, uns regelmäßig ihre Preisdaten zu übermitteln. Unter den Datenübermittlern finden sich Stahlwerke, Händler, Lagerhalter, Verarbeitungsbetriebe und Endverbraucher aus allen wichtigen Weltregionen.

Jeder Datenübermittler trifft eine Vereinbarung mit The Steel Index. Diese garantiert, dass die Herkunft der übermittelten Daten streng vertraulich bleibt.

Preisangaben sowie andere Informationen zu realen Transaktionen werden über eine einfach gehaltene Eingabemaske auf einer sicheren und passwortgeschützten Internetseite an The Steel Index übermittelt. Die Vertraulichkeit der Datenübertragung wird durch die Verwendung des GlobalSign ServerSign SSL-Zertifikats mit 128-Bit-Datenverschlüsselung sichergestellt.

Als Gegenleistung erhält jeder Datenübermittler eine wöchentliche E-Mail mit den errechneten Referenzpreisen sowie kostenlosen Zugang zur The Steel Index-Webseite inklusive der Möglichkeit, auf archivierte Preisdaten zuzugreifen. Zur Webseite gehört auch der Preisanalysator, der jedem Übermittler von Preisdaten die Möglichkeit gibt, verschiedene Referenzpreise mittels individueller Parameter zu analysieren und mit seinen eigenen Preisen zu vergleichen.

Neben „harten" Preisdaten sammelt The Steel Index auch „weiche" Infos, die für die Branche relevant sind - zum Beispiel Angaben zur Entwicklung der Lagerbestände und zu am Markt vorherrschenden Erwartungshaltungen. Datenübermittler auch diese Informationen via E-Mails und über die Webseite.

Gesammelte Daten

Pro Woche sendet jeder Datenübermittler seine qualifizierten Einschätzungen durchschnittlicher Transaktionspreise für bestimmte handelsübliche Produkte. Diese Einschätzungen basieren auf realen Transaktionen dieser oder ähnlicher Produkte, die der Übermittler in der jeweiligen Woche für die kommende Lieferperiode durchgeführt hat.

Zusammen mit den durchschnittlichen Transaktionspreisen stellen die Datenübermittler außerdem für jedes spezifizierte Produkt die folgenden Informationen zur Verfügung:

Gesamtvolumen relevanter Transaktionen, die in der entsprechenden Woche abgeschlossen wurden

Durchschnittlicher Umfang der Bestellungen

Durchschnittliche Lieferzeit (in Wochen)

Diese zusätzlichen Informationen ermöglichen The Steel Index, den Kontext der Daten zu verstehen, ihre Verlässlichkeit zu prüfen und den Durchschnittspreis in Abhängigkeit vom Auftragsvolumen zu berechnen.

Speicherung von Preisdaten

The Steel Index verwendet die neuesten IT-Verschlüsselungsmethoden, um sicherzustellen, dass das uns anvertraute Datenmaterial nicht missbraucht oder manipuliert werden kann. Jeder Datenübermittler erhält eine vertrauliche Kennnummer. Diese Nummer ist nur einer äußerst begrenzten Anzahl leitender Mitarbeiter von The Steel Index bekannt. Bei der Speicherung wird das eingereichte Datenmaterial lediglich der Identifikationsnummer und nicht dem Namen des Unternehmens zugeordnet.  

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Berechnung der Referenzpreise

Das Verfahren, mit dem The Steel Index seine Referenzpreise berechnet, folgt den Standards, die auch bei anderen etablierten und anerkannten Indizes verwendet werden.

Pro Produkt und Region ist der Referenzpreis das Ergebnis einer Durchschnittsberechnung der Preisdaten in Abhängigkeit der Volumina. Dabei wird wie folgt vorgegangen:

  • Das arithmetische Mittel aller Preisangaben pro Produkt und Region wird berechnet.
  • Alle Angaben, die um mehr als 20% vom arithmetischen Mittel abweichen, werden als Ausreißer von der Berechnung ausgeschlossen.
  • Die Standardabweichung der übrigen Preisangaben wird berechnet.
  • Höchst- und Tiefstpreise werden ebenfalls als Ausreißer ausgeschlossen, falls sie Einzelfälle sind.
  • Unter den restlichen Angaben werden dann diejenigen als Ausreißer von der Berechnung ausgeschlossen, die jenseits der Standardabweichung liegen.
  • Unter den übrigen Daten wird die maximale Gewichtung jedes einzelnen Preises auf 40% begrenzt.

Unter der Voraussetzung, dass das verbleibende Datenmaterial pro Produkt und Region eine ausreichende Basis bietet, wird dann der Durchschnittspreis in Abhängigkeit vom Volumen berechnet; dieser Wert ergibt den dann veröffentlichten Referenzpreis für das entsprechende Produkt in der dazugehörigen Region.

Falls das verbleibende Datenmaterial pro Produkt und Region keine ausreichende Basis bietet, wird der Referenzpreis für das entsprechende Produkt in der dazugehörigen Region entsprechend bestimmter Ersatzverfahren berechnet.

Die Methodik von TSI sieht auch Verfahren vor für:

  • die kontinuierliche Überprüfung des gesammelten Datenmaterials,
  • die Identifizierung und Abwehr von statistischer Voreingenommenheit oder von Manipulationsversuchen,
  • die Überwachung des Bestands der Preisproben, um die Kontinuität der Datengrundlage zu gewährleisten.

Bei der Erstellung des Referenzpreises wird mit jedem Index auch eine statistische Analyse der zusätzlichen Informationen, die die Datenübermittler zur Verfügung stellen, erarbeitet. Diese Analyse enthält unter anderem Angaben zum gesamten Handelsvolumen, zur Mächtigkeit der Preisangaben, sowie zur Bandbreite der Preise und der Lieferzeiten. Diese Berechnungen fließen in die für jeden Index durchgeführten Tests zur Stichhaltigkeit und Verlässlichkeit ein. Auch diese Daten bleiben vertraulich und werden sicher gespeichert.

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Gutachterausschuss

Ein Gutachterausschuss wurde gebildet, um die Prozesse zur Definition publizierter Preise, zur Datensammlung und zur Indexerstellung zu überwachen. Aufgabe des Ausschusses ist insbesondere, diese Definitionen und Prozesse abzugleichen und somit zu einer höheren Verlässlichkeit der errechneten Referenzpreise beizutragen. Zu diesem Zweck stimmt das Gremium die für die Referenzpreise errechneten Indizes mit den Befunden und Resultaten von Marktberichterstattern und Branchenkennern ab. Bei großen Abweichungen werden Maßnahmen vorgeschlagen, die die methodische Herangehensweise revidieren, mit dem Ziel, die Genauigkeit und Verlässlichkeit der entsprechenden Indizes zu verbessern.

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